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Mein Leben mit dem Krebs – „Chemo Woche 4 – 6“ / Teil 7.3

Mein Leben mit dem Krebs – „Chemo Woche 4 – 6“ / Teil 7.3

Beschreibung der Wochen Farben : 
Woche Rot:  Alle Tage der Woche im Spital ca. 5 Stunden.
Woche Schwarz: Jeweils 1 Tag im Spital in der Woche ( Montag’s) 1-2 Stunden.

Woche 4 / Rot
Montag 17.12.2018  08:00 Uhr

Woche 4

Haben sich meine Rückenschmerzen am Wochenende gelohnt? Das kommt nun aus beim Labor, nach der Blutentnahme bekam ich schon bald meine Blutwerte auf dem gelben Zettel in die Hand gedrückt, und ich sah natürlich gleich den „Neutrophilen“ Wert an
8.60 (10*9/L)  stand da WOW, es hatte sich gelohnt, hoffentlich habe ich nun auch etwas Reserve  für die kommende Woche die ja wieder einmal Rot ist. 

Nach meiner Erleichterung ging’s ins Haus „ARA“ in die Tankstellen Abteilung, hier wurde bald mein Port angestochen und los geht es, nach rund einer Stunde kamen mir 2 bekannte Gesichter, der *HB* (auch Geocacher) mit seiner Kollegin (sagen wir ihr mal „Andrea“ wir lernten uns in der Woche 2 kennen) so verging mit gemeinsamen Plaudern und Mysterys lösen der morgen wie im Flug. Wir waren am Schluss sogar Zeitgleich fertig und es war wirklich ein schöner morgen, vielen Dank für den Spass und die Mysterys 🙂

Dienstag und Mittwoch, gibt es nichts neues, jeden Morgen um 08:00 / 08:15 in der Tanke melden und los geht es, der Donnerstag und Freitag war auch identisch nur das mir am morgen jeweils Schlecht war, lustigerweise nur solange bis ich dann im Spital auf meinem „Stuhl“ platzgenommen hatte. Also nichts ernsthaftes ich glaube ich war einfach froh das die Woche 4 auch bald rum ist.

Woche 5 / Schwarz
Montag 24.12.2018  08:15 Uhr

Woche 5 Montag 24.12.2018

Vor einer Woche hatte ich einen Wert der „Neutrophilen“ bei 8.60 (10*9/L) nach der heutigen Messung waren sie schon auf einen tieferen Wert von 1.92 (10*9/L) gesunken 🙁 machte aber nicht viel den die heutige Therapie konnten wir dennoch starten.
Bevor ich Nachhause gehen konnte wurde dann aber als Vorsorge nochmals eine Spritze gemacht und ich durfte dann Dienstag und Mittwoch Zuhause jeweils noch eine geben um die Blutproduktion anzukurbeln…… damit auch der Leukozyten-wert wieder hinauf geht!

Woche 5 Dienstag 25.12.18 bis Sonntag 30.12.18

Diese Woche war einiges los, Weihnachtsfeiern, Termine, usw….. Ich versuchte alles so gut es ging zu meistern. Ich machte viele Pausen denn ich war immer wieder auch vom NICHTS tun müde… Was ? Ja ich mache denn ganzen Tag nichts und könnte schlafen 🙂 das kenne ich ja so gar nicht von mir…. ich teilte mir einfach die Arbeiten so ein das ich immer wieder auf dem Sofa ausruhen kann…. am 27.12.18 machten wir wieder einmal eine kleine Wanderung, alles klappte gut ich konnte sogar die ganze strecke Mitlaufen. Überglücklich aber total K.O liess ich mich zuhause gleich ins Bett fallen… Am 29.12. machte Jasmin mit 2öwen noch einen „Geocaching – Adventskalender“ in der nähe von Rheinfelden… ich blieb aber Zuhause weil der Anfahrtsweg und auch das „Terrain“ für mich glaube ich zu viel währe. Ich machte aber denn Vorschlag das ich den „Znacht“ vorbereiten werde….. sogar 2öwen waren eingeladen 🙂 ich wusste auch schon was ich machen werde. Hatte ich im Gefrierfach noch eingefrorenes „PulledPork“ vom Sommer 🙂 so gab es dann auch „PulledPork – Hamburger“ mit vielen Zutaten und „Colesslaw“ Salat. Doch ich unterschätze die Müdigkeit…. ich musste vor dem Kochen noch ein Nickerchen machen bevor es in die Küche ging…. Es war LECKER , nach dem Essen machten wir noch einige
Mysterys zusammen und wir kamen auch gut voran!

Vielen Dank für den tollen Abend!

Quelle : Wikipedia / Pulled-Pork Verlinkung

Woche 6 / Schwarz
Montag 31.12.2018  08:30 Uhr

Woche 6 Montag 31.12.2018

Zuerst wie immer, zum Labor zur Blutentnahme, heute war einiges los…. ich glaube das geht länger als sonst…… dennoch war ich bald einmal wieder draussen… Hmmm.. was sagen denn meine Werte? Oha doch weiter gesunken und zwar auf 1.09 (10*9/L) hmm was sagen wohl die Ärzte und Pfleger vom „Onkoteam“?
Ich musste zuerst einmal im Wartezimmer warten auch hier grossandrang…. Irgendwann konnte ich nach hinten, und meine Werte wurden geprüft. Wir können starten und ich konnte wieder neben „Andrea“ die mit ihren Kindern heute anwesend war Platz nehmen….
Dies hiess für mich ein kurzweiliger morgen…. was an dem heutigen Tag auch nicht schlimm war. Nach rund 90 Minuten konnte ich auch schon wieder Nachhause! Danach war ein Nickerchen angesagt….später einen Goodby – Event ( Geocaching-Event ) wieder ein Nickerchen und dann die Silvesterfeier mit der Familie…. nach dem Essen wieder ein Nickerchen und dann von 23:00 Uhr bis 01:30 Uhr wieder Wach gewesen… danach K.O nachhause und ins Bett…..

Woche 6 Dienstag 1.1.19 bis Sonntag 6.1.2019

Heute hatten wir ein kleinen „Jahresstart – Event “ geplant um 14:00 bis 15:00 Uhr sollte der Event sein…. ich freute mich das es klappte und ich genügend „Fit“ war um an den Event zu gehen! Viele Cacher waren da, und es war schön euch alle zu sehen… nach dem Aufräumen war aber dann bereits wieder ausruhen angesagt…. und schon war der erste Tag im neuen Jahr Geschichte… die Woche machten wir nicht so viel, Mysterys lösen ab und zu mal einen kleinen Spaziergang um die gelösten Rätsel einzusammeln… ansonsten ging auch dies Woche problemlos über die Bühne…

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Mein Leben mit dem Krebs – „Chemo Woche 2&3“ / Teil 7.2

Mein Leben mit dem Krebs – „Chemo Woche 2&3“ / Teil 7.2



Beschreibung der Wochen Farben : 
Woche Rot:  Alle Tage der Woche im Spital ca. 5 Stunden.
Woche Schwarz: Jeweils 1 Tag im Spital in der Woche ( Montag’s) 1-2 Stunden.

Woche 2 / Schwarz
Montag 03.12.2018  08:15 Uhr

Woche 2
Die sollte doch etwas lockerer werden… dachte ich zuerst… es kam aber anders…

Heute werde ich um die erste Erfahrung reicher, ich muss im Labor im KS-Frauenfeld meine Blutwerte testen lassen. Dazu soll ich mich ca. 20 min vor meinen Termin in der Tankstelle im Labor melden. Ich fand das Labor auf anhieb wurde auch hier freundlich Begrüsst und schon bald konnte ich auf einem Stuhl platz nehmen… rechte Hand bitte hiess es und der Mittelfinger wurde angestochen und eine art Pipette mit meinem Blut gefüllt, kurze schmerzlose Sache…   ca. 5 Minuten warten und schon hatte ich die Ergebnisse zum mitnehmen in der Hand.
Die Blutwerte werden in regelmässigen Abständen vom OnkoTeam überprüft… warum schreibe ich in Woche 3!

Die nächste Erfahrung hätte besser sein können…, heute muss mein „Port“ das erste mal nach der OP angestochen.
(Bei der „OP“ vor einer Woche wurde er ja zum testen bereits bei der Operation angestochen, dies bekam ich jedoch nicht mit)

Ich machte mir schon das ganze Wochenende Gedanken und irgendwie Beschäftigte mich das dann doch etwas… ganz ehrlich ich habe Berufsbedingt schon anderes gesehen wie „abgetrennte  Finger“ oder einen Nagel durch den Fuss, doch als ich dann die Nadel sah und ich realisierte das diese nun oberhalb meiner Brust durch mein Fleisch gestochen wird… wurde es mir plötzlich anders….. ich sag nur zum Glück hatte ich es mir schon auf der Liege bequem gemacht gehabt… UIUIU das habe ich so noch nie erlebt….

Deshalb dauerte es heute etwas länger als normal und leider klappte es nicht, wir machten ausnahmsweise die Infusion über denn Arm… gegen Ende meiner Behandlung wurde dann nochmal probiert, jetzt klappte es, der Port war angestochen. Nun aber wieder raus mit dem Teil… Ich habe schliesslich bis nächsten Montag „Pause“. Am Montag lief nicht mehr viel, die Müdigkeit machte sich nach dem Mittagessen Zuhause schnell breit.  

Am Dienstag morgen versuchte ich mich im Haushalt etwas zu beschäftigen und am Nachmittag wollte ich einfach wieder einmal an die frische Luft, so machten wir einen kleinen Spaziergang. Nachher war ich aber total „uf de schnorre“ und ich ging früh zu Bett.

Am Mittwoch war ein Besuch an meinem Arbeitsplatz angesagt, war schön alle zu treffen und kurz zu plaudern. So muss ich jeden Tag um den Andern planen und das machen was ich mag.  Aber ich darf mich wirklich nicht beklagen, denn auch ende der 2 Woche geht es mir den Umständen entsprechend gut.




Woche 3 / Schwarz
Montag 10.12.2018  13:00 Uhr

Woche 3
Zuerst war wieder Blutwert Kontrolle angesagt, selber Ablauf wie schon die Woche zuvor. Freundlicher Empfang sogar der Name war noch Präsent jedenfalls beim Pflegepersonal nicht bei mir 🙂 und schon bald hatte ich meinen gelben Zettel in der Hand. Nun ging es zur „Tanke“ ich musste aber zuerst im Wartezimmer Platz nehmen. Ein Wert war massiv Tief und ev. können wir den heutigen „Balsam-Zyklus“ Termin nicht durchführen. Die Ärzte hatten sich kurz beraten und nach ca. 10 Minuten war klar wir können doch starten, dies weil der heutige
„Balsam“ nicht so starken Einfluss auf die weissen Blutkörperchen hat! Das Anstechen des „Port a Cath“ klappte aufs erste Mal und ich war Happy!!! Yeahh!!! Warum nur ging es beim letztes Mal nicht, hmmm ? Nun gab es wie geplant nur „Balsam 2“ und ich konnte nach rund 90min wieder Nachhause 🙂

Was sind die weissen Blutkörperchen, die sog. Leukozyten sind für das Immunsystem verantwortlich. Wenn diese zu tief sind kann ein kleiner Infekt schnell grösser oder sogar auch Lebensbedrohlich werden sofern man es nicht schnell genug erkannt und handelt!

Nun ein wichtiger Bestandteil der Leukozyten sind die „Neutrophiler -Granulozyt“ dieser Wert ist bei mir von 3.64 (10*9/L) Woche 2 auf Heute 0.20 (10*9/L) gesunken

Mir wurde nahegelegt alle Termine mit Personen abzusagen, auch Einkaufen oder einfach schnell auf die Post gehen wurde mir abgeraten, der Mundschutz und das Desinfektionsmittel wurde dafür mein noch stärkerer Begleiter, dabei hatte ich es ja sowiso schon immer in meiner Tasche. Ich hatte genau diese Woche mit 3 lieben Freunden abgemacht, zum Plaudern und zum „Dog“ Spielen. Was mich aber am meisten nervte, einer dieser „Termine“  ist  genau heute Montag um 14:30 Uhr abgemacht, so musste ich rasch der lieben Manuela absagen. VIELN DANK FÜR DEIN VERSTÄNDNISS! Ich freue mich bereits auf den nächsten Termin 🙂 Ja und auch am Mittwoch hatten wir mit unseren Freunden Sandro & Larissa zum „Dog“ Spielen abgemacht auch dieser Termin musste ich leider absagen. Aber auch hier ich freue mich auf die nächste Partie! Das Weihnachtsessen meines Arbeitgebers war ebenfalls auf Freitag dieser Woche angesetzt auch hier stand es noch in den „Sternen“ ob ich dabei sein kann, nach Rücksprache mit den Ärzten sollte ich da aber noch zuwarten, je nach Wert am Donnerstag könne ich da eventuell doch dabei sein.
Daher wurde nun engmaschiger kontrolliert so musste ich am Donnerstag  und Freitag nochmals zur Blutentnahme die Prozedur jedesmal Identisch 🙂 nur meine Werte waren nicht so cool. Ich musste jeweils nach dem Labor noch in die Onkologie – Abteilung rüber um die Werte zu zeigen..

Neutrophile am Donnertsag13.12.18: 0.26 (10*9/L)  
JA ganz klar ich musste leider auch das Weihnachtsessen im Betrieb absagen, denn mit ca. 70 Personen im selben Lokal ist es doch ein viel zu hohes Risiko, vor allem in der akuten Grippesaison. Der Wert ist ja in 3 Tagen nur um 0.06 (10*9/L) gestiegen, nicht viel!

Neutrophile am Freitag 14.12.18: 0.49 (10*9/L) 
Immer noch viel zu tief , jetzt steht mein Chemozyklus am Montag (Woche 4 ROT) auf der Kippe, weil diese „Rote Woche“ die weissen Blutkörperchen wieder verringern wird, deshalb müsste der Neutrophilewert am Montag mindestens bei 1.50 (10*9/L)  sein…..

Da der Anstieg aber so langsam ist, wurde Entschieden, dass ich noch eine Spritze bekomme, um die Blutproduktion im Rückenmark zu beschleunigen. Diese Spritze bekam ich in den Oberschenkel und eine Zweite bekam ich noch mit nach Hause, diese sollte ich am Samstag dann selber machen 🙂  Mit der Info, dass ich eventuell die Auswirkungen der Spritze noch merken könnte wurde ich nach Hause entlassen.

Alles war gut ,nichts habe ich gemerkt….. Ja das habe ich auch nur wieder gedacht….
Dies änderte sich schlagartig während dem Nachtessen um 18:00, konnte ich mich plötzlich  kaum mehr Bewegen auch Stehen, Sitzen und Liegen, ich hatte ganz schlimme Rückenschmerzen.  Jasmin hatte mir die Badewanne mit Wasser gefüllt, ein Entspannug’s Bad soll ev. Linderung bringen, dazu nahm ich ein Dafalgan 1g und nach 70 Minuten in der Wanne… ging es eigentlich recht gut. Das Schmerzmittel wirkte mittlerweile bestimmt auch und ich ging nur noch ins Bett. Früh war ich unter der Decke, bequem war es aber nicht, meine Wirbelsäule pulsierte so stark, jedenfalls fühlte es sich so an.
Irgendwann schlief ich dann aber trotzdem ein, die Nacht war nicht angenehm ich war immer wieder wach und nahm in den vorgeschrieben abständen jedesmal ein Schmerzmittel ein. Da ich schlecht schlief, merkte wie ich immer wieder Haare in meinem Mund hatte.  Ich merkte ja schon seit Dienstag, dass die Haare so langsam ausfielen, aber diese Nacht weil ich so unruhig schlief habe ich sie am Kissen abgeschabt.

Irgendwann war Samstag morgen, ich hatte immer noch schmerzen und ich musste nochmals eine solche Spritze haben. Nach längerem hin und her war diese dann endlich in meinem Bein. Witziger weise waren dann um die Mittagszeit alle schmerzen weg.. ab und zu merkte ich noch was aber lange nicht so wie in der Nacht… So blieb es auch, als wäre nichts gewesen. Am Samstag Nachmittag konnte ich sogar noch etwas an die frische Luft, dass hätte ich am Morgen nie gedacht.


Sonntag 16.12.2018

Jasmin hatte schon vor ein paar Tagen einen „Spitzbuben“ und „Mailänderli“ Teig gemacht, heute wollten wir wieder einmal gemeinsam „Guetzli“ backen, das letzte mal gemeinsam in der „Weihnachtsbäckerei“ ist schon lange her!
Ich freute mich sehr, habe gleich das Auswallen und das Ausstechen übernommen. Das konnte ich alles sehr bequem im sitzen am Tisch erledigen. Jasmin war fürs mit Ei bestreichen und backen zuständig. Bei den Spitzbuben füllte sie die „Gonfi“ rein. Ich hatte meinen Spass, obwohl es gegen Ende doch auch etwas anstrengender wurde. Gemeinsam wurden die letzten „Guetzli“ ausgestochen, zur Vorsorge trug ein Kopftuch nicht das wir dann überall Haare haben in unseren feinen „Guetzli“ 🙂

Mir hatte es sehr viel Spass gemacht! Danke Schatz!


Immer wieder haben wir herum studiert ob wir jetzt schon die Haare abscheiden sollten. So viel dann am Sonntag Abend 16.12.2018, der Entscheid. Wir haben zur späten Stunde meine Haare auf 1mm geschnitten, damit nicht überall so lange Haarbüschel in der ganzen Wohnung oder auf dem Kissen herum flattern… daran muss ich mich aber zuerst noch etwas gewöhnen!


Quellnachweis für Verlinkung
Quelle: Wikipedia /Leukozyten / Neutrophile


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Mein Leben mit dem Krebs – „Chemo Woche 1“ / Teil 7.1

Mein Leben mit dem Krebs – „Chemo Woche 1“ / Teil 7.1



Beschreibung der Wochen Farben : 
Woche Rot:  Alle Tage der Woche im Spital ca. 5 Stunden
Woche Schwarz: Jeweils 1 Tag im Spital in der Woche ( Montag’s)

Woche 1 / ROT
Montag: 26.11.2018 07:00 Uhr

Die „PORT a Cath“ Operation …….

Termin 07:00 Uhr ich war aber etwas früher da. Also wartete ich noch im etwas verdunkelten Wartezimmer, neben mir noch 2 andere Personen. Pünktlich um 07:00 Uhr geht es los, Anmelden, Umziehen, und Spital-Nachthemd anziehen, Untersuch und eine Besprechung… danach durfte ich es mir im Spitalbett gemütlich machen.

Um 08:05 Uhr wurde ich abgeholt, schnell Jasmin noch Bescheid geben und schon wurde ich mit dem Bett durch lange Gänge geschoben, irgendwann kamen wir im Vorraum zum OP Saal an. Im Vorraum angekommen wurde ich sehr schnell von denn 2 OP-Helfer in Empfang genommen, (umgebettet) vom Spitalbett auf die OP-Liege stieg ich noch selber, denn ich war ja noch nicht schläfrig, dass kommt erst noch).

Als ich dann die richtige Position eingenommen habe, wurde ich mit angenehm warmen Frotteetücher zugedeckt. Was nun kam war zwar klar doch irgendwie komisch, meine Beine und der rechte Arm wurde mit Gummibändern an der Liege Fixiert. Im Anschluss wurde der „Zugang“ für die Schmerzmittel und Narkosemittel gelegt, als dies soweit vorbereitet war ging es in denn OP-Saal, unter denn zwei grossen Lampen die eigentlich aus 7 kleineren aufgebaut sind blieb meine Liege stehen. Nun wurde noch ein Vorhang auf meiner Haut angeklebt, rund um die zu Operierende stelle. Im gleichen Schritt bekam ich am Oberschenkel ein Kabel angeklebt. WAS ist das???  Ein „Erdungskabel“, wurde mir gesagt, weil die „Operatöre“ mit einem elektrischen Skalpell arbeiten.

Die operierenden Ärzte, 2 an der Zahl, kamen nun an mich herangetreten und begrüssten mich ebenfalls freundlich. Ich bekam eine Spritze und es wurde alles etwas verschwommener, dann ging es wirklich los. Während der OP wurde immer wieder gesprochen, ich wurde über jegliche  Vorgänge informiert. Irgendwann merkte ich auch selber, dass etwas nicht so klappt wie geplant. Ich musste sogar etwas mithelfen, Luftanhalten ….Brustkorb (Rücken) von der Liege erheben und auch mit dem Arm musste ich eine spezielle Bewegung machen, aber nichts half. Sie brachten das „Port a Cath“ Schläuchlein einfach nicht an die richtige Stelle 🙂

Natürlich wurde ich im Vorfeld darüber schon Informiert was passiert, wenn es nicht geht.

Daher weiss ich genau was Plan B heisst! Kleiner Schnitt am Hals…. um mit einem „Einzugsdraht“  WUAHAHAHAHA 🙂 das Schläuchlein zu fassen und an die richtigestelle zu bringen 🙂 dies klappte dann auch, dadurch dauerte aber die OP statt ca. 60 min rund 110 min  gegen 10:30 Uhr war ich dann wieder im Zimmer. Kaum angekommen wurde ich dann auch bereits vom Pflegepersonal der Onkologie abgeholt, ich wurde dort ja sehnlichst erwartet, denn die Therapie hier in der Onkologie ging auch noch 5 Stunden.

Zusammen ging es in das Haus „ARA“ ( Sorry ich hab den Namen nicht erfunden)  ein Nebengebäude vom KS-Frfeld.  Auch hier wurde ich sehr liebevoll und freundlich in Empfang genommen, ich fühlte mich gleich sehr gut aufgehoben!  Dennoch wusste ich noch nicht genau was der heutige Tag noch bringen mag… in diesem Raum stehen 2 Liegesessel und 2 Betten, vom 6 Stock aus haben wir eine schöne Aussicht über Frauenfeld… 

Eins Vorweg ich benenne einige Vorgänge / Gegenstände ev. anders 🙂
Dies soll aber nich abwertend oder angreiflich sein, ich vereinfache sie einfach 🙂

Chemotherapie – mittel: =  „Balsam“
6 – Stock der Onkologie: =  „Tankstellen oder Tanke“ 
Betreuer der Onkologie: = „OnkoTeam“

Nun der Start… 1 Liter „NaCI“ (Kochsalzlösung) zum Spülen, dann vorbeugende Medikamente (gegen mögliche Nebenwirkungen oder um den Balsam besser zu ertragen) jetzt kommt Balsam 1-3. Während dem der Balsam läuft wurde mit mir noch ein Gespräch geführt und alle bekannten Nebenwirkungen die auftreten können angesprochen und angeschaut was zu machen ist, dazu gab es noch einen coolen Ordner wo ich alles nochmal nachlesen kann. Zum Abschluss nochmals 1 Liter „NaCI“, jetzt sah ich dass ende vom ersten Tag immer näher kommen doch bevor ich aber nach Hause gehen kann, braucht es noch ein Mittel für das „Port a Cath“ Schläuchlein, dass das Blut im Schlauch nicht dick wird. 

Um 15:30 konnte mich Jasmin endlich nach Hause nehmen, ich war sowas von K.O…

FLUGKRAFT :  JA Flugkraft begleitet mich schon eine weile… nun aber trage ich am Handgelenk ein schwarzes Band mit dieser Aufschrift. Dies ist einer meiner Talismane und wird erst am Ende der Therapie abgelegt! 🙂

 

Woche 1 / ROT
Dienstag bis Freitag: 27.11. bis 30.11.2018 

Dienstag 27.11.18 bis Freitag 27.11.18 hatte ich jeweils Termine zwischen 08:00 Uhr und 8:30 Uhr. Jeden Morgen wurde ich vom „OnkoTeam“ sehr freundlich begrüsst, und auch gleich nach meinem Wohlbefinden befragt. Anders wie am Montag entschied ich mich nun jeden Tag für den Liegesessel. Während ich an der „Tanke“ angeschlossen war las ich etwas in der Zeitung oder auf dem Handy, löste Sudokus und schrieb mir Blog Notizen auf. Das Programm in der Woche Rot von Dienstag bis Freitag beinhaltet jeweils: 1 Liter „NaCI“… zum Spülen… vorbeugende Medikamente …. Balsam 1 & 3 (kein Balsam 2 )  zum Abschluss nochmals 1 Liter „NaCI“.. und das Mittel für das „Port a Cath“ Schläuchlein. Um 12:30 / 13:00 Uhr war ich meistens fertig und ich wurde abgeholt. Jetzt hiess es Mittagessen, ja genau ich esse bis Ende der ersten Woche alles auf was ich Lust habe, die viel gehörten Nebenwirkungen, Übelkeit und Appetitlosigkeit habe ich zum Glück garnicht. Diese erste strenge Woche macht mich einfach sehr müde und ich brauche jeweils einen Mittagsschlaf…

Am_Warten
Das „Tankstellen Zimmer“